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Das Brandschutzkonzept

Laut Bauordnung sind Öffnungen in Geschoßdecken – außer im Treppenraum und Wohnungen – nicht gestattet. Ein Gang durch die Geschäfte der Innenstädte offenbart jedoch recht große Öffnunge in Form von Atrien, Galerien oder Öffnungen für Rolltreppen. Da dies baurechtlich nicht erlaubt ist, muss der Nachweis zur Erfüllung der Schutzziele und damit der Genehmigungsfähigkeit, anders erbracht werden. Das Brandschutzkonzept muss in den Fällen erstellt werden, wenn entweder baurechtliche Bezugsregeln fehlen oder diese nicht erfüllt werden.

Gute Brandschutzkonzepte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Bauherr und Architekt. Je eher der Brandschutzplaner mit am Tisch sitzt, desto besser lassen sich Kosten sparen. Oft sind es Kleinigkeiten, die teure anlagentechnische Kompensationsmassnahmen ersparen können.

Gute Brandschutzkonzepte benötigen ein fundiertes Wissen in sämtlichen Bereichen des vorbeugenden Brandschutzes – von der Theorie bis hin zu den Details der Leitungsanlagen-Richtlinie.

  • Königsklasse

    Nachdem die baurechtlichen Bezüge fehlen, muss ingenieurmäßig nachgewiesen werden, dass die Schutzziele dennoch eingehalten werden. Jede Entscheidung des Brandschutzplaners muss nun dahingehend überprüft werden, ob die Forderung die Einhaltung der Schutzziele erüllt.

    Doch welche Massnahme ist zum Beispiel geeignet, um das Schutzziel der Personenrettung in einem Gebäude mit eingeschränkt zur Selbstrettung fähigen Menschen zu erfüllen? Ab jetzt zählt Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Abstimmung mit dem Bauherren. Denn allzu oft entstehen hier aus falschen Einschätzungen zu hohe Kosten für den Brandschutz! Dies gilt es zu verhindern und hierzu benötigt der Planer oft tiefe Kenntnisse in der Brandschutz-Ingenieurmethoden. Deswegen zählen unserer Meinung nach richtig gemachte Brandschutzkonzepte zur Königsklasse des Brandschutzes.

  • Für besondere Bauten

    Der Nachweis der Schutzziel-Einhaltung kann nicht mehr über einen einfachen Vergleich von baurechtlicher Forderung mit der Planung erfolgen, wenn die baurechtlichen Anforderungen fehlen! So gibt es in Bayern und anderen Bundesländern keine Regelungen für Seniorenheime. In Verbindung mit der besonderen Nutzergruppe muss der Nachweis der Einhaltung der Schutzziele anders erbracht werden.

  • Für besondere Nutzungen

    Neben besonderen Bauformen erfordern auch besondere Nutzungen die Erarbeitung von Brandschutzkonzepten. Die baurechtlichen Vorgaben der Landesbauordnung beruhen auf der Annahme einer „normalen Brandgefahr“. Sobald die Brandgefahrenanalyse ergibt, dass im Objekt mit Nutzungen oder Nutzern zu rechnen ist, die von dem normalen Risiko abweichen, muss reagiert werden, um die Schutzziele zu erreichen. Die ist regelmäßig der Fall bei Seniorenwohneinrichtungen, Kindertageseinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und auch in manchen Arztpraxen – was oft übersehen wird.