Leidenschaft

Restrukturierung von Standorten

Über Jahrzehnte gewachsene Industriestandorte haben meist ein Problem: sie sind immer wieder erweitert und umgebaut worden.

Leider wurde dabei meist vergessen, die diversen Baumaßnahmen, die jeweils individuell genehmigt wurden, im Gesamtzusammenhang zu beurteilen. Es ist wenig bekannt, dass zum Beispiel eine neue Überdachung zwischen zwei Gebäuden, beide Gebäude und die Überdachung zu einem Objekt verschmelzen läßt, welches zusammen bewertet werden muss.

Inzwischen ist die Neubewertung ganzer Industriestandorte zu einem unserer Lieblingsthemen geworden, weil hier viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl, konstruktive Kenntnisse, der kreative Umgang mit dem Baurecht und nicht zuletzt der Sinn für Wirtschaftlichkeit gefordert ist.

Wir können keinen Brand verhindern, aber wir können dafür sorgen, den wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen zu minimieren.

Aktuell betreuen wir mehrere Firmenstandorte mit einer Gesamtfläche von rund 150.000 Quadratmeter Industriefläche.

Ingenieurmäßige Vorgehensweise

Ingenieurmethoden im Brandschutz sind für den Brandschutzingenieur ein wichtiges Instrument zur Nachweisführung. Sie dienen zum Beispiel dazu, bestimmte Planungen, die baurechtlich eigentlich so nicht zugelassen wären, umsetzbar zu machen. Moderne Architekturgestaltung will transparent, offen, großzügig, luftig sein. Alles Attribute, die dem Brandschützer so gar nicht passen. Die Bauordnung verlangt Raumabschlüsse, geschlossene Decken, Verhinderung von Rauchausbreitung und so weiter.

Allerdings erlaubt die Bauordnung auch ausdrücklich die Abweichung von den Vorgaben der Regelwerke – wenn der Nachweis der Einhaltung der Schutzziele erbracht werden kann. Dieser Nachweis kann im Brandschutzkonzept über die Behauptung, das sei so, erbracht werden. Wenn allerdings ein Prüfer oder die Bauordnungsbehörde dies so nicht akzeptiert, wird meist der Nachweis über eine ingenieurmäßige Herangehensweise gefordert.

Ingenieurmethoden nähern sich dem Nachweis der Einhaltung der Schutzziele rechnerisch, über Simulationen oder über praktische Nachweise im Versuch vor Ort.

Wir haben uns nicht nur mit der Anwendung bestehender Ingenieurmethoden beschäftigt, sondern selbst Verfahren zur Berechnung bestimmter Themen entwickelt:

Johannes Göbell hat sich mit dem Thema der Räumungssituation im Brandfall beschäftigt, insbesondere bei Gebäuden mit Nutzern, die in der Selbstrettung eingeschränkt sind. Für diese Objekte existieren meist keine Regelwerke, wie trotz der behinderten Nutzer die Rettung der Menschen sicher gestellt werden kann. Bisher musste der Brandschützer aus dem Bauch heraus einschätzen, wie sich die Situation bezüglich Personenstrom, Helfersituation, etc. darstellen könnte. Basierend auf dieser Einschätzung hat er dann die Brandschutzmaßnahmen definiert.

Die von Göbell entwickelte Methodik bietet nun ein Rechenverfahren anstelle der gefühlten Einschätzung. Zudem werden darauf basierend geeignete Maßnahmen des baulichen Brandschutzes vorgeschlagen.

Wärme- und Entrauchungssimulation in Zonen- oder Feldmodellen

Aufstellung der individuellen Randbedingungen

Entrauchungsberechnungen zur überschlägigen Abschätzung der Situation vor einer Simulation in unterschiedlichen Szenarien und Plume-Modellen

Evakuierungsberechnungen nach Predtetschenski Milinski

Personenstromanalysen

Industriebau

Eines unserer Spezialgebiete ist der Industriebau für mittelständische Unternehmen. Unser Ziel in diesem Segment ist die Nutzung der gesamten Spielräume der Industriebaurichtlinie zur wirtschaftlichen Optimierung von Industriebauten:

  • Konzeption von Neubauten
  • Konzeption von Umstrukturierungen bestehender Liegenschaften
  • Begleitung von Umbaumaßnahmen
  • Optimierung bestehender Brandschutzkonzepte

Gerade im Industriebau benötigt der Brandschutzplaner große Erfahrung und Kreativität, um die wirtschaftlichsten Ergebnisse für den Auftraggeber erzielen zu können, da die zu Grunde liegende Richtlinie immer mehrere Optionen bietet.

Wichtig:

Gerade im Industriebau gibt es immer mehrere Optionen mit teilweise gravierenden Unterschieden bezüglich der Kosten für die Umsetzung!

Wir bieten Ihnen eine kostenlose Analyse Ihres Brandschutzkonzeptes auf mögliche Kosteneinsparpotenziale an.

Beispiel:

Geplant ist Anbau einer Werkhalle mit ca. 6.000 qm Fläche an einen Bestand in ähnlicher Größe.

Klassischer Vorschlag des Architekten: die Errichtung einer Brandwand zwischen Bestand und Neubau.

Kosten: rund 100.000 Euro.

Alternativ wurde die Brandwand über eine Ingenieurmethode „weggerechnet“ und Bestand und Anbau zu einem Brandabschnitt mit 13.000 qm zusammengeführt.

Ersparnis für den Bauherren: rund 100.000 Euro

Solche Beispiele können wir mehrere benennen. Nutzen Sie unser Fachwissen und wir versuchen gemeinsam Ihre Kosten für Brandschutzmaßnahmen zu reduzieren.

Brandlastermittlung

Konzeption von Brandschutzkonzepten
Für Industriebauten über Berechnungen
Nach Abschnitt 7 Industriebaurichtlinie